Nach wie vor ein Klassiker in unserer Küche, den es fast wöchentlich gibt. Zumindest die schlichte Variante mit 'einfachen' Hühnern. Und immer gerne dann, wenn wir wenig Zeit zum Kochen haben. Denn dieses Gericht macht sich quasi von selbst und benötigt als Vorbereitungszeit nur ein wenig Schäl- und Schneidearbeit.
Die Perlhühner werden mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräutern eingerieben. Wenn man möchte, kann man sie auch füllen, z.B. mit Zitronen. Das Gemüse wird kleingeschnitten und in eine Bratform geschichtet, mit Olivenöl begossen und mit Fleur de Sel bestreut, kräftig pfeffern. Da die Perlhühner sehr mager sind und somit nicht viel Fett verlieren, muss man mit dem Olivenöl großzügig umgehen. Alles kommt nun bei 170 Grad Umluft für etwa 40 Minuten in den Backofen. Die Perlhühner werden dabei auf ein Gitter über das Gemüse gesetzt.
Das Röstgemüse von links nach rechts: Topinambur, Kartoffeln, Bataten, Pastinaken, rote Bete und Hokkaido.
Sonntag, 2. November 2008
Perlhühner mit geröstetem Wurzelgemüse
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Sonntag, November 02, 2008
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Labels: Huhn
Freitag, 31. Oktober 2008
Ein Abend im MA Raue in Berlin
Letzten Samstag gönnten wir uns ein Dinner im kürzlich eröffneten Restaurant von Tim Raue, das sich auf der Rückseite des Hotel Adlon befindet. Tim Raue betreibt dort eigentlich 3 Lokalitäten: „MA Tim Raue“, das „uma“ und die „Shochu Bar“. Während das "uma" vorwiegend japanische Küche bietet, bekommt man im Erstrestaurant "Ma" asiatisch angehauchte Gourmetküche serviert.
Wir starteten mit ein paar japanisch inspirierten Drinks mit den Namen "Hokkaido", "Martini Japonese" und "Tenjin" in der Shōchū Bar. Dazu wurden karamelisierte Anchovis, eingelegtes Gemüse und Reiscracker gereicht. Dann ging es hinüber zu unserem Tisch ins MĂ , von wo wir eine einmalige Sicht in die durch große Fenster einsehbare Küche hatten. So konnten wir dem Meister mit seiner Crew live bei seiner Arbeit zusehen.
Das Essen war grandios, zumindest für unseren Geschmack. Tim Raue verzichtet komplett auf stärkehaltige Beilagen wie Reis, Kartoffeln und Nudeln. Außerdem würzt er sehr kräftig mit frischem Chili (man sieht in der Küche überall Kräutertöpfe mit Chilipflanzen), auch Koriander verwendet er großzügig. Beides mögen wir.
Nun aber zur Speisenfolge:
Amuse-Gueules
Karamelisierte, scharfe Cashew-Nüsse
Japanischer Salat
Eingelegter Rettich
Kokossüppchen
Saiblingtartar in Grapefruitgelee und Heringskaviar
Der Saiblingstartar war der erste Höhepunkt des Abends und war ein Wink, wohin die Reise an diesem Abend gehen sollte.
Das Menue klingt natürlich sehr ungewöhnlich, aber alle Gänge (mit Ausnahme des Desserts) waren für unseren Geschmack nahe der Pefektion.
1. Gang: Wildlachskopf mit Erbse & Limone
Der Wildlachskopf kam natürlich nicht im Ganzen auf den Teller, sondern ausgelöst in drei Teilen (den Bäckchen, dem Nasenrücken und einem Teil, das ich wieder vergessen habe), bedeckt jeweils mit unterschiedlichen Limonensaucen. Dazu ein absolut himmliches Erbsenpürree.
2. Gang: Kabeljau mit Koriandersaft & Bananenblüte
Der Kabeljau natürlich noch fast roh in einer dermaßen konzentrierten Koriandersauce, die leicht süßlich und höllisch scharf abgeschmeckt war. Ein (erster) Gaumenorgasmus! Die rote Bananenblüte diente wohl eher der farblichen Vollendung als der geschmacklichen Ergänzung.
3. Gang: Katalanische Seegurke mit Petersilie, Nußbutter & Steinpilzcreme
Die Seegurke war für mich eines der Highlights, ich hatte das vorher noch nie gegessen. Geschmacklich verwandt vielleicht einem sehr, sehr zarten Octopus, avancierte die Gurke leicht gegrillt vor allem mit der Steinpilzcreme zu einem berauschenden Geschmackserlebnis.
4. Gang: Schweinekinn mit Ginsengwurzel & Anis Ysop
Das Schweinekinn vom iberischen Eichelschwein war schlicht das beste Stück Schweinefleisch, das ich je gegessen habe. Gewagt, aber zu 100% passend dazu die Scheiben von der Ginsengwurzel.
5. Gang: Diamond Label Beef, rote Bete & Trüffeljus
Ein Stück vom Wagyu/Kobe Beef, das aufgrund seiner feinen Fettmarmorierung auf der Zunge zergeht. Raue schneidet die Scheiben sehr dünn, damit ist auch die Garstufe fast vorgegeben. Medium rare oder gar rare ist da nicht möglich. Kobe Beef wird aber sowieso am besten fast durchgebraten gegessen, wie ich seit der Lektüre von Jeff Steingartens "The Man Who Ate Everything" weiß. Butterzartes Fleisch, rote Bete und Trüffelsauce - yummy, ein weiterer Höhenflug für die Geschmacksknospen.
Dessert: Murahata Melone, Himbeere & Calisson
Leider, leider konnte das Dessert nicht mit den vorigen Gängen mithalten. Sicher, die Melone war sehr schmackhaft, aber trieb uns eben nicht die Freudentränen in die Augen wie die Gerichte zuvor. Hier hat Tim Raue für unseren Geschmack noch Luft nach oben.
Unsere Weinbegleitung war ein 06er Chardonnay von Dreissigacker/Rheinhessen sowie eine Spezialabfüllung von Markus Schneider, eine Syrah-dominierte Cuvee mit Namen "Rough Cut".
Fazit: Wir waren von dem Abend so überwältigt, dass wir uns fest vorgenommen haben, bald wieder herzukommen.
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Freitag, Oktober 31, 2008
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Labels: Ausgehen
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Risotto mit Kürbis, Amaretti, Balsamico und Gorgonzola-Sauce
Aus dem aktuellen Feinschmecker ein Rezept der Piemonteser Köchin Luisa Valazza. Die Kombination der einzelnen Geschmackskomponenten ist sensationell. Mein Rat: Unbedingt nachmachen, es lohnt sich! Und damit es gelingt, gibt es hier das genaue Rezept.
Zutaten (für 4 Personen, wir haben die doppelte Menge verwendet):
Sauce
400 ml Sahne, 120 gr Gorgonzola und 80 gr Ziegenfrischkäse, Salz
Risotto
3 El Butter, 2 gewürfelte Schalotten, 300 gr gewürfelter und blanchierter Kürbis, 200 gr. Risottoreis, 1 Liter Gemüsebrühe (bei uns: Hühnerbrühe), 2 geh. El Parmesan, 6 Amaretti
Zubereitung:
Butter zerlassen, Schalotten darin farblos anschwitzen. Kürbis und Reis hinzufügen. Nach und nach die heiße Brühe angießen. Unter gelegentlichen Köcheln den Reis fertigkochen, so dass er noch leichten Biss hat. Parmesan und 2 zerbröselte Amaretti einrühren.
Für die Sauce die Sahne auf zwei Drittel einkochen. Käse darin bei niedriger Hitze schmelzen. Durch ein Sieb streichen. Salzen.
Anrichten:
Risotto auf vorgewärmte Teller verteilen. In der Mitte etwas Gorgonzola-Sauce und die restlichen zerbröselten Amaretti geben. Mit Balsamico beträufeln.
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Donnerstag, Oktober 30, 2008
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Labels: Reis/Risotto
Dienstag, 30. September 2008
Tomatenvielfalt
Bis vor kurzem hatten wir unseren Tomatenkonsum auf Eier- und Kirschtomaten beschränkt. Hauptsache süß und fleischig mussten sie sein. Dass Tomaten mehr als nur Süße zu bieten haben, haben wir erst seit diesem Sommer verinnerlicht. Glücklicherweise baut Rüdiger Korte vom Hof Rotdorn (der mit den Wollschweinen) nahezu 40 (!!) verschiedene Sorten an. Caprese mit unterschiedlichen Tomatensorten war unser diesjähriger Sommerhit, das überzeugte geschmacklich und optisch und gabs deshalb fast an jedem Wochende. Leider geht die Tomatenzeit jetzt zu Ende, dies war die wohl letzte Ausbeute in diesem Jahr:
In der Mitte sieht man die Sorte 'Ochsenherz', links unten 'Green Grape', rechts unten 'Green Zebra', oben mittig die 'Runde, Gelbe Tomate', rechts daneben in der Ecke 'De Bean Gold', rechts mittig 'Brandy Wine'. Nur die Tomate oben links kann ich nicht mehr zuordnen. Wer kann helfen?
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Dienstag, September 30, 2008
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Labels: Vorspeisen / Kleinigkeiten
Sonntag, 28. September 2008
Steckrübenpürree mit gebratener Blutwurst
Dieses Gericht sahen wir einen Tag zuvor auf der Speisekarte unseres Lieblingsrestaurants Postmeister von Hinüber und beschlossen, es nachzukochen. Die Steckrüben werden in einer Hühnerbrühen-Sahne-Mischung gargekocht, mit etwas Garflüssigkeit und Crème fraîche pürriert und mit Salz, Pfeffer und ein paar Tropfen Trüffelöl abgeschmeckt. Die Blutwurst - wir haben in Celle lange suchen müssen, um eine richtig gute Blutwurst zu finden - wird in einer Pfanne mit sehr wenig Fett ausgebacken. Die Kombination überzeugte, die Süße der Steckrübe passte wunderbar zur Blutwurst.
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Sonntag, September 28, 2008
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Labels: Schwein, Vorspeisen / Kleinigkeiten
Samstag, 20. September 2008
Chicken Tacos mit Tomatillosoße
Ein Lieblingsgericht der Kinder, die fleißig bei der Tortillaproduktion helfen. Und einfach ist es obendrein. In Streifen geschnittene Hühnerbrust wird in eine Marinade aus Öl, frisch gemahlenen Koridander und Kreuzkümmel, Paprka und Knoblauch eingelegt und anschließend scharf angebraten. Wir mögen die Tacos mit wenigen Zutaten: das Hühnerfleisch ergänzen nur noch kleingeschnittene Tomaten, frischer Koriander und reichlich Chilischoten. Wenn die Chilis zu scharf sind, kommt vielleicht noch ein Kleks saure Sahne obenauf.
Da unser Biobauer seit neuestem selbstangebaute Tomatillos anbietet, haben wir diese Gelegenheit genutzt, daraus ein Sößchen zu kochen und zu den Tacos gereicht.
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Samstag, September 20, 2008
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Sonntag, 1. Juni 2008
Poached-Banana Ice Cream with White Chocolate-Banana Crêpes and Chocolate Sauce
Die Nachspeise unseres Thomas Keller-Menues, komplett von unserem Ältesten zubereitet. Das Bananeneis wird ähnlich einem Vanilleeis hergestellt, nur werden in der heißen Sahne-Milch Mischung auf einen Liter 6 Bananen für 15 Minuten pochiert. Dies hat den schönen Doppeleffekt, dass die Bananen einerseits ihr Aroma an die Flüssigkeit abgeben und andererseits so weich (nicht matschig!) werden, dass sie nun einfach püriert und durch ein Haarsieb gestrichen werden können. Anschließend werden sie mit der halben Menge weicher, weißer Schokolade (knapp 2 Tafeln) und einem Spritzer Zitronensaft vermischt, nochmals püriert und für ein paar Stunden in den Kühlschrank gestellt. Crêpes werden mit leichten braunen Flecken ausgebacken, mit der Püreemasse gefüllt und dann für mehrere Stunden ins Eisfach gelegt. Die Schokoladensoße besteht aus gebrochener Schokolade mit 70% Kakaoanteil, die mit heißer Sahne zur Soße verrührt wird.
Zum Servieren die Crêpes in fingerdicke Stücke schneiden (sie sollen aussehen wie Bananenscheiben, die Crêpes mit den braunen Flecken simulieren die Schale) und auf die Schokoladensoße setzen. Nun jeweils mit einer Kugel Bananeneis toppen, etwas Sahne und mit einer kandierten Kirsche krönen (wir ersetzten die Kirsche mit einem Träubchen). Ein Dessert, das Klein und Groß gleichermaßen begeisterte!
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Sonntag, Juni 01, 2008
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Labels: Nachspeisen
Freitag, 30. Mai 2008
Confierter Spargel mit Kräuterwaffeln
Von Holger Stromberg in 'Kerner kocht' letzten Freitag als Beilage zum Rinderfilet serviert, diente uns dieses gelungene Gericht als Vorspeise. Insbesondere der Sternanis bringt eine neue, von uns in Verbindung mit Spargel nicht gekannte Geschmackskomponente ins Spiel.
Allerdings hatten wir aus dreierlei Gründen Schwierigkeiten mit dem Originalrezept von Hrn. Stromberg:
1) Die angegebene Garzeit von 20 Minuten bei 170 Grad passte bei uns gar nicht. Der Spargel war noch komplett roh, wir benötigten gut 35 Minuten, um ihn al dente zu bekommen.
2) Der Waffelteig war viel zu flüssig und wurde deshalb in unserem Waffeleisen nicht fest. Erst nachdem wir ihn mit Ei und Mehl etwas andgedickt hatten, stand der Waffelproduktion nichts mehr im Wege.
3) Hr. Stromberg gibt Bärlauch in den Teig, doch leider ist die Bärlauchzeit schon vorüber. Wir ersetzten ihn mit Petersilie und Spinat.
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Der Kochknecht
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Freitag, Mai 30, 2008
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Labels: Fleischlos
Mittwoch, 28. Mai 2008
Beets with Goat Cheese

Ein kleiner, unkomplizierter Zwischengang aus dem Buch 'The French Laundry'. Die roten Beete werden in Alufolie im Ofen gargekocht, ein Teil in Scheiben, ein Teil in Streifen geschnitten. Die Streifen werden in Olivenöl und Fleur de Sel mariniert. Die einzelnen Zutaten aufgeschichtet. Eine nette Idee, die das Gericht optisch auffrischt, ist das Rote-Beete-Pulver. Dazu wird eine gegarte Knolle in kleine Würfel geschnitten und bei 120 Grad im Ofen getrocknet und anschließend im Cutter oder der Gewürzmühle pulverisiert.
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Mittwoch, Mai 28, 2008
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Labels: Fleischlos
Montag, 26. Mai 2008
Tongue in Cheek
Die Idee, Kalbszunge zwischen 2 Stück Rinderbacken zu servieren, stammt von Thomas Keller aus seinem genialen Buch 'The French Laundry'. Dieses Buch begeistert uns dermaßen, dass wir am Wochenende ein ganzes Menue daraus gekocht haben. Aufwändig, gewiss, aber die Mühe hat sich gelohnt. Hier zunächst der Hauptgang, mehr eine Kleinigkeit, in Verbindung mit den zusätzlichen Gängen aber durchaus ausreichend.
Wir waren zunächst sehr skeptisch, ob Zunge mit Backen harmonieren. Umso begeisterter waren wir von der geschmacklichen Explosivität dieses Gerichtes. Der vollkommene Genuss stellt sich ein, wenn man alle Zutaten gemeinsam in den Mund nimmt.
Eine Rinderbacke wird einen Tag lang in einer Rotweinmarinade eingelegt und anschließend für rund 4 Stunden bei 150 Grad im Ofen geschmort. Herr Keller verwendet in seiner Küche keine Deckel, sondern verschließt seine Töpfe und Bräter mit speziell gefaltetem Pergamentpapier, das in der Mitte ein Loch zum Dampfablassen aufweist.
Die Zunge wird in einer Mischung aus Brühe, Wasser und Essig ebenfalls für 4 Stunden in den Ofen gargezogen. Noch heiß muss sie enthäutet werden. Der Clou dieses Gerichtes ist die Soße, sie wird von der Schmorflüssigkeit auf etwa eine Tasse reduziert und mit einer Handvoll frisch geriebenem Meerrettich nochmals etwas einkochen lassen. Dann durch ein Sieb gegeben, um den Meerrettich zu entfernen. Letztlich bleibt pro Portion etwa 1 Esslöffel Soße, aber der hat es in sich!
Etwas Soße wird nun auf den Teller geträufelt, ein Stück Rinderbacke draufgesetzt, eine Scheibe Zunge und wieder ein Stück Rinderbacke. Dieses Türmchen wieder mit Soße beträufeln. 2 blanchierte Frühlingszwiebeln auflegen, dann eine oder zwei confierte Tomaten und schließlich mit einem Kleks Meerrettich-Creme Fraiche vollenden und großzügig mit Pfeffer und Fleur de Sel bestreuen.
Dazu gab es einen 2005er Château d`Aurilhac, für mich die PLV-Entdeckung der bislang probierten 2005er Bordeaux-Weine.
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Montag, Mai 26, 2008
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Montag, 5. Mai 2008
Großes Wochenendmenü
Am Samstag war ein ehemaliger Studienkollege mit seiner Frau zu Gast und wir kochten gemeinsam ein schönes mehrgängiges Menü. Es gibt einfach nichts Schöneres als mit liebgewonnenen Freunden gemeinsam zu kochen, zu essen, Wein zu trinken und sich gut zu unterhalten. Ich hatte keine Lust, den Fotoapparat auszupacken bzw. es ist mir immer noch unangenehm, vor Dritten das Essen in Szene zu setzen und zu fotografieren. Deshalb gibt es hier die Menüfolge nur in Textform:
- Getrüffeltes Erbsensüppchen (ein Rezept aus unserem neuen Kochbuch von Thomas Keller)
- Kalbsbries mit Morcheln und Spargelspitzen
- Artischocken-Pinienkern-Ravioli mit confierten Tomaten
- Lammcarrée auf Bohnenpüree und Ratatouille
- Vanilleeis mit Rhababergelee, marinierten Erdbeeren und Baiserschnitten
Alles gelang sehr gut, was (zumindest bei mir) selten ist bei mehrgängigen Menüs, auch die Premiere mit den Kalbsbries. Hier habe ich im Vorfeld einen befreundeten Koch zu Rate gezogen, um auch ja nichts falsch zu machen. Leider konnte sich nur die eine Hälfte der Kinder dafür begeistern. Ich wiederum hätte mich reinlegen können in die Bries. Die Bries wurden für mehrere Stunden gewässert, dann in einer Court Bouillon kurz aufwallen lassen, vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend werden sie gründlich pariert, in Scheiben geschnitten, leicht mehliert und in Butter scharf angebraten.
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Montag, Mai 05, 2008
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Labels: Diverses
Dienstag, 8. April 2008
Ochsenschwanzragout auf Wirsing-Kohlrabi-Kartoffel-Rahmgemüse
Die letzte Rinderschlachtung unseres Biohofes bescherte uns einen Ochsenschwanz. Für uns gehört Ochsenschwanz zu den absoluten Lieblingsgerichten. Es ist einfach zuzubereiten, weil man eigentlich nichts falsch machen kann - es gelingt immer. Und die Soße, die beim Schmmoren entsteht, ist irre gut. Hinzu kommt, dass Ochsenschwanz sehr billig ist.
Die Zubereitung von Ochsenschwanzragout habe ich hier beschrieben. Das Gemüse wird in kleine Streifen geschnitten und zusammen mit Schalotten in reichlich Butter geschwenkt. Dann mit Weißwein ablöschen, Hühnerfond aufgießen und garziehen lassen. Kurz vor dem Servieren einen Becher geschlagene Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
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Dienstag, April 08, 2008
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Labels: Rind
Sonntag, 6. April 2008
Pochierte Eier auf Kartoffel-Lauch-Gemüse
Bei Fool for Food gesehen und für gut befunden: bevor man sie 3-4 Minuten in kochendem Wasser pochiert, werden die Eier in gebutterten Folienbeuteln in Form gebracht. Netter Nebeneffekt: man kann die Eier vorbereiten und alle zusammen garziehen lassen. Hier sieht man 8 Eier auf ihren Einsatz warten.
Schön passte dazu Kartoffel-Lauch-Gemüse, das in Butter angebraten, mit Hühnerfond und wenig Sahne abgelöscht und schließlich gargezogen wurde. Um daraus ein echtes Festessen zu machen ('to kick it up a little notch', Emeril Lagasse) könnte ich mir als Zugabe gehobelten Trüffel vorstellen.
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Sonntag, April 06, 2008
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Sonntag, 30. März 2008
Zickleinkeule mit Ratatouille und Pommes
Die Zickleinkeule sollte eigentlich Ostern dran glauben, aber man empfahl uns, lieber noch eine Woche zu warten, dann sei sie richtig gut abgehangen, nämlich genau 2 Wochen seit der Schlachtung.
Die Beilagen ergaben sich wie folgt: Ratatouille, weil die Kinder nach dem gleichnamigen Kinofilm immer schon mal wissen wollten, was das eigentlich ist. Unser Ratatouille bestand aus Zucchini, Auberginen, roten Zwiebeln, Fenchel, Stangensellerie, Tomaten, Knoblauch und platten grünen Bohnen. Alles außer den Tomaten wird scharf in Olivenöl angebraten, dann kommen frische Kräuter (Thymian, Rosmarin und Salbei) und etwas Zitronenschale dazu. Mit weißem Port ablöschen, dann die Tomaten zugeben, Hühnerfond, würzen und ziehen lassen.
Pommes oder Fries stehen schon länger auf unserer Wunschliste. Wir haben zwei Zubereitungsarten aus Steingartens genialem Buch 'The man who eats everything' gegeneinander verglichen. Die Kartoffeln werden geschält, in Pommes-Form geschnitten und dann in Wasser gelegt, um die Stärke abzuwaschen. Dann gut (!) trocknen. Das Geheimnis guter Pommes ist, dass sie außen knusprig, innen aber fertiggegart sind. Am besten für unseren Geschmack gelingen sie so: für das Durchgaren werden die Kartoffeln auf relativ geringer Temperatur (130 Grad) in Erdnussöl für 10-12 Minuten gebraten. Dann kommen sie heraus auf Küchenpapier und die Temperatur wird auf 185 gesteigert. In 2-3 Minuten werden sie nun knusprig gebacken. Gesalzen wird erst unmittelbar vor dem Servieren, weil ungesalzene Fritten länger knusprig bleiben.
In einer zweiten Variante, die lt. Steingarten auf den Pariser 3-Sterne-Koch Joël Robuchon zurückgeht, werden die Kartoffeln mit kaltem (!) Erdnussöl (Robuchon verwenden Pferde- oder Ziegenfett) aufgesetzt. Dann auf höchster Stufe das Öl schnell erhitzen. Wenn die Pommes goldbraun werden, herausnehmen. Leider waren sie deutlich weniger knusprig als Variante 1.
Die rund 1 Kilo schwere Zickleinkeule wird mit Olivenöl, Knoblauch, Rosmarin, Salz und Pfeffer eingerieben und gart bei 225 Grad im Ofen genau 45 Minuten. Nachdem sie noch 10 Minuten außerhalb des Ofens ruht, wird sie in dünnen Scheiben aufgeschnitten.
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Sonntag, März 30, 2008
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Labels: Ziege
Freitag, 28. März 2008
Gebeizter Lachs mit Kartoffelpuffer und Gurkensalat
Biolachs wird 24 Stunden in einer Mischung aus Salz, Zucker, Zitronensaft und frisch gehackten Kräutern im Kühlschrank mariniert. Danach wird er vorsichtig abgewaschen, getrocknet und mit Olivenöl eingerieben. Für etwa 15 Minuten gart er dann im 100 Grad heißen Ofen. Dazu gab es Kartoffelpuffer (geriebene Kartoffeln, Haferflocken und Ei, Salz und Pfeffer vermischen, kurz ziehen lassen und dann in Butterschmalz ausbacken) und einen Gurkensalat. Der begleitende Wein ein 2002er Saartyr vom Weingut Herrenberg von der Saar. Blassgoldene Farbe, nur leicht gereifter Petrolton, immer noch sehr fruchtig, sehr mineralisch und knackige Säure. Klasse!
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Freitag, März 28, 2008
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Labels: Fisch
Montag, 24. März 2008
Haselnusseis und -plätzchen mit Mousse au Chocolat
Die Zubereitung von Haselnusseis erfolgt analog dem Rezept für Vanilleeis. Etwas weniger Vanille verwenden, dafür die Sahne-Milch-Mischung mit gut 100 Gramm frisch geriebenen Haselnüssen aromatisieren und anschließend rund 30 Minuten ziehen lassen. Dann durch ein feines Sieb geben, sonst bekommt das Eis später eine sandige Konsistenz. Bevor die Eismasse in die Eismaschine kommt, werden noch einige kleingehackte und geröstete Haselnussstücke untergerührt.
Wie immer bei der Eisbereitung stellte sich uns die Frage, was mit den vielen ungenutzten Eiweißen geschehen soll. Diesmal verwerteten wir einen Teil spontan zu Haselnussplätzchen (mit Mehl, Backpulver, Zucker, Vanille), den anderen Teil zu Mousse au Chocolat (mal ohne Eigelb, dafür mit Butter, Sahne, Creme Fraiche, Orangenschale und einem Schuss Cointreau). Die Plätzchen waren uns dann aber nicht süß genug und so setzten wir noch Karamell an, um sie darin zu baden.
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Montag, März 24, 2008
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Labels: Nachspeisen
Sonntag, 23. März 2008
Perlhuhnbrust mit Morcheln, Gnocchi und Selleriepüree
Von 3 Perlhühnern werden die Brüste mit den Flügeln vorsichtig herausgeschnitten. Die Schenkel werden nicht benötigt und in einer Marinade zur Seite gelegt. Aus den Karkassen, einer Flasche Rotwein, einem Glas Portwein, 25 Gramm Morcheln, Röstgemüse und Gewürzen, etwas altem Balsamico und Butter entsteht eine wunderbare Soße. Die Brüste werden gesalzen und gepfeffert, dann sanft von allen Seiten in Butter und Olivenöl angebraten und schließlich bei 160 Grad im Ofen in etwa 10 Minuten fertig gegart. Dazu Gnocchi von Kinderhand und Selleriepüree.
Als Begleitung gab es einen auf den Punkt gereiften Poujeaux 1996, ein Wein, der mich seit vielen Jahren begleitet und noch nie enttäuscht hat.
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Sonntag, März 23, 2008
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Freitag, 21. März 2008
Fischnuggets mit Bärlauchmayonaise
Noch ein Gericht von unseren Kleinen. Frisches Zanderfilet wird in etwa 4cm große Quadrate geschnitten, paniert und in Erdnussöl ausgebacken. Dazu gabs eine selbstgemachte Bärlauchmayonaise und Baguettebrot.
Das Rezept haben die Kinder aus dem Kinderkochkurs von Sven Hütten. Sven kocht dort mit den Kindern an Samstagnachmittagen mehrgängige Menues, die Eltern stoßen am frühen Abend dazu und genießen mit den Kindern die Ergebnisse. Für uns alle sind das echte Highlights. Zum Abschied gibt es die kindgerecht geschriebenen Rezepte, um die Kinder zu ermutigen, die Gerichte zu Hause auch mal ohne jegliche Hilfe nachzukochen. Was dankbar angenommen wird :-)
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Mittwoch, 19. März 2008
Gnocchi mit Bärlauchpesto
Es ist Ferienzeit, das bedeutet, wir müssen tagsüber bei der Arbeit einen gewissen Lärmpegel erdulden. Dafür haben uns die Kinder mit diesem Gericht verwöhnt. Die Gnocchi werden nach bewährter Art a la Lamiacucina zubereitet, das Pesto aus Sonnenblumenöl, gerösteten Pinienkernen, frischem Parmesan, reichlich Bärlauch sowie Salz und Pfeffer. Ein wunderbares Essen.
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Labels: Fleischlos, Pasta
Montag, 17. März 2008
Abgekupfert: Grießschnitten
Eine leckere Nachspeise, gesehen bei dolce, und später bei einfach köstlich. Wir hatten bei der Zubereitung ein paar Schwierigkeiten zu überwinden. Nachdem ich die Grießmasse in die Auflaufform gespachtelt hatte, fiel mein Blick auf die Schüssel mit den 3 Eiern, die ich völlig vergessen hatte, einzurühren. Die Masse also wieder zurück in eine Schüssel und die Eier untergerührt. Doch nun war der Teig leider viel zu weich und klebrig. Nur mit Mühe konnte er in einigermaßen gleichmäßigen Form in der Auflaufform verteilt werden. Nach der Kühlzeit war die Grießmasse leider immer noch viel zu weich, um die Stäbchen zurecht zu schneiden. Deshalb war das Endprodukt etwas unförmig, dem guten Geschmack tat dies aber keinen Abbruch.
Zutaten:
250 Gramm Hartweizengrieß
100 Gramm feingehackte Mandeln
1 Vanilleschote
1 Essl. Butter
1 Ltr. Milch
1 Prise Salz
60 Gramm Zucker
2-3 Eier
Semmelbrösel zum Panieren
Butterschmalz zum Braten
Puderzucker
Zubereitung:
Mandeln ohne Fett anrösten und in der Milch mit Salz, einer aufgeschlitzten und ausgekratzten
Vanilleschote und Zucker aufkochen lassen, Grieß einrühren, Topf vom Herd nehmen, quellen lassen und zuletzt die Eier unterrühren.
Eine flache Auflaufform mit Folie auslegen, den Grießbrei einfüllen und glattstreichen, er sollte die Form etwa 3-4 cm hoch ausfüllen. Kalt werden lassen und dann in Schnitten schneiden. Mit Semmelbröseln panieren und im Butterschmalz knusprig herausbacken.
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