Mittwoch, 17. Oktober 2007

Brathähnchen mit Rostgemüse

Immer wieder einfach und schnell zubereitet und vor allem: sehr, sehr lecker!

Zutaten:
2 Bio-Hähnchen
evtl. Obst und Kräuter zur Füllung der Hähnchen (z.B. Zitronen)
Röstgemüse (hier: Kartoffeln, Möhren, Bohnen)
Olivenöl
Salz

Zubereitung:
Hähnchen waschen und von aussen mit Salz einreiben. Das Gemüse kleinschneiden und auf einem Backblech verteilen. Mit Olivenöl und Salz würzen. Die Hähnchen auf einem Grill oberhalb des Gemüsebleches für ca. 50 Minuten bei 180 Grad Umluft garen. Das Hähnchenfett tropft während des Garens auf das Gemüse => wunderbar!



Die Hähnchen tranchieren und mit dem Gemüse auf großen Platten anrichten.


Dienstag, 16. Oktober 2007

Couscous-Salat mit Köfte und Joghurtsauce

Als Einstimmung zum kommenden Türkei-Urlaub gab es heute arabisch angehauchtes Essen. Wir aßen früher nie Couscous, bis wir das Rezept von Jeff Steingarten entdeckten: das Geheimnis eines guten Couscous ist, ihn zusammen mit Harissa zu dämpfen. Dadurch behält der Weizen noch leichten Biß, den Geschmack trennen Welten zum gekochten Couscous.

Zutaten:
500 gr. Couscous
3 Zwiebeln
4 El Tomatenmark
6 Knoblauchzehen
2 El Korianderkörner
2 El Cumin (Kreuzkümmel)
2 El Paprika
2 Tl Salz
1 Zitrone
1 kl. Tasse Korinthen
15 kl. Cocktailtomaten
Olivenöl

1 kg Lammhackfleisch
3 Schalotten
80 gr. Pinienkerne
3 Knoblauchzehen
1 El Cumin
1 El Koriander
3 El Haferflocken
1 Bund glatte Petersilie
2 Tl Senf
Salz
Olivenöl

500 gr. cremig gerührten Bio-Joghurt
Saft v. 1/2 Zitrone
1 kl. Gärtnergurke, entkernt und in kleine Würfel geschnitten
2 Zehen Knoblauch, zur Paste verarbeitet

Zubereitung:
Zwiebeln kleinhacken und in Olivenöl vorsichtig anbraten, in der Zwischenzeit den Knoblauch, Cumin, Koriander, Salz und Paprika im Mörser zu einer Paste verarbeiten. Die Paste zu den Zwiebeln geben und kurz weiter braten. Dann das Tomatenmark einrühren, mit 2 Tassen Wasser ablöschen und 15 einköcheln lassen. Der Couscous wird nun in das Harissa gerührt und in einen Dampfeinsatz gelöffelt.



Den Dampfeinsatz in einem großen Topf mit geschlossenen Deckel rund 30 Minuten dämpfen lassen. Nachdem der Couscous gar ist, wird er löffelweise in eine Schüssel gehoben und mit der Gabel 'gezupft', damit sich die Klumpen lösen. 2 Tassen kaltes Wasser hinzugeben und vorsichtig umrühren. Dann mit den Korinthen, den Tomaten und dem Zitronensaft vollenden und mit Salz abschmecken.

Für die Köfte aus Knoblauch, Cumin, Koriander und Salz analog zum Couscous eine Paste herstellen. Die Schalotten mit den Pinienkernen, den Haferflocken, der Paste und der Petersilie leicht anschwitzen.



Dann mit dem Lammhack und dem Senf vermischen. Kleine Köfte formen und in der Pfanne fertig braten.



Für die Joghurtsauce alle Zutaten zusammenrühren. Am Ende alles mit Salat, gehackter Petersilie, gebratenen Zuccini-Auberginen-Chili-Gemüse und Ziegenfeta anrichten.

Einkaufen in Celle: GenussZeit

GenussZeit
Neue Strasse 10
29221 Celle

Lage per Google Map


Das umfangreichste Schokoladensortiment in Celle hat GenussZeit, ehemals 'Die Chokothek'. Nach der Umbenennung und dem Umzug aus der Rabengasse in die Neue Straße wurde das Sortiment in der Tiefe verschlankt, so fiel auch unser Lieblingshersteller Amedei raus und wir müssen uns seitdem mit Domori begnügen. Leider, leider wurde auch der Kaffeeausschank (Pascucci) eingestellt. Kaffee wird wieder ausgeschenkt :-))



Neu hinzugekommen sind diverse Feinkostartikel wie Gegenbauer-Essig, div. Öle, getrocknete Pasta, div. Salz- und Zuckersorten etc. Auch ein sehr übersichtliches Weinanebot ist nun vorhanden: neben dem Weingütern Tesch von der Nahe und Karhäuserhof von der Saar sollen demnächst auch ein, zwei österreichische Güter aufgenommen werden.

Leider nicht mehr im Sortiment ...


Freitag, 12. Oktober 2007

Unbedingt ansehen: Ratatouille

Klar, dass wir in diesen Film gehen: Eine Gourmet-Ratte macht unter Menschen als Koch Karriere und verblüfft Gäste und Kritiker. Ratatouille ist ein Film, der nicht nur sehr lustig ist, sondern nebenbei auch Wissen vermittelt. So erfährt man beispielsweise, dass Latour '61 und Cheval Blanc '47 zu den großen Weinen der Welt gehören. Der Latour wird übrigens vom bösen Küchenchef benutzt, um dem jungen aufstrebenden Küchenjungen die Zunge zu lösen. Ein Film, der Kinder und Eltern gleichermaßen begeistert.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Sauerbraten von der Entenbrust mit Kartoffelbrei und glasierten Kastanien und Rosenkohl

Zutaten:
3 Entenbrüste
Suppengemüse (Sellerie, Möhren, Zwiebeln), kleingeschnitten
1 El Akazienhonig
3 Lorbeerblätter, Nelken, Wacholderbeeren und Pfeffer
1/3 Liter Rotweinessig
Saft von einer Orange
Portwein

1,5 kg Kartoffeln,
Milch
100 gr. Butter
Salz, Muskat

Kastanien und Rosenkohl zu gleichen Anteilen
Butter
Zucker
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Essig mit der gleichen Menge Wasser, dem Gemüsen, Honig und den Gewürzen aufkochen. Die parierten Entenbrüste 5 Tage darin marinieren. Trockentupfen und auf der Hautseite in Öl und Butter etwa 5 Minuten anbraten, wenden und weitere 2 Minten braten. Die Entenbrüste auf einem großen Teller für 15 Minuten in den 150 Grad heissen Ofen schieben. Anschliessend einzeln in Alufolie wickeln und 5 Minuten ziehen lassen. Die Marinade durch ein Sieb geben und die Bratpfanne ablöschen, dann den Portwein und den Orangensaft zugeben und einkochen lassen.

Für den Kartoffelbrei die geschälten Kartoffeln in Salzwasser weichkochen und das Wasser abgiessen. Die Butter zugeben und mit dem Kartoffelstampfer sorgfältig stampfen. Solange heisse Milch einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Muskat abschmecken.



Vom Rosenkohl die äußersten Blätter entfernen und anschliessend in Salzwasser blanchieren. Die Kastanien kreuzweise einritzen und bei 300 Grad Umluft für 15 Minuten in den Ofen schieben. Danach sollte die Schale soweit aufgeplatzt sein, dass sie sich gut schälen lassen. Die Kastanien gemeinsam mit dem Rosenkohl in Butter und Zucker anschwitzen, dann mit etwas Hühnerbrühe ablöschen und glasieren lassen. Am Ende mit Salz abschmecken.



Als Essensbegleiter diente heute abend ein 2000er Moulin des Dames aus Bergerac, den ein bekannter saarländischer Weinhändler einst als 'Provokation der wesentlich teureren Bordeaux' bezeichnete. Wir konnten keine Provokation erkennen: für unseren Geschmack war er im Vergleich zu dem beispielsweise vor einer Woche getrunkenen und preisgleichen 2000 Fombrauge aus St. Emilion zu rustikal, mit zu rauhen und harten Tanninen.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Gaisburger Marsch

Zutaten:
3 Liter Rinderbrühe, aus Rindsknochen und Suppenfleisch zubereitet
Verschiedene Gemüse (hier: lila Kartoffeln, Möhren, Rosenkohl, Blumenkohl)
Steinpilze
1 kl. Schüssel frische Spätzle: 1 Ei, 2 Eigelb, Mehl, Salz)
500 gr. Rinderfilet
Schnittlauch
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
Gemüse der Reihe nach blanchieren. Spätzleteig herstellen und mit Hilfe einer Spätzlereibe die Spätzle kochen. Das Rinderfilet 15-20 Minuten in die siedende Rinderbrühe hängen (die Brühe darf nicht kochen!) und herausholen. Dann das Gemüse in die Brühe geben, kurz aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die sehr dünn geschnittenen Steinpilze in die Brühe geben. Das Filet längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden, portionsweise in die Suppenteller legen und mit der Suppe bedecken. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit Schnittlauch garnieren.


Dienstag, 9. Oktober 2007

Die Insel, Hannover

Unser erster Besuch bei Meister Schu von Die Insel, aber mit Sicherheit nicht unser letzter! Auf den Punkt gebracht: wir waren begeistert und nur das Dessert gab Anlaß zur Kritik.

Wir starteten mit einem Glas Champagne Ruinart zum Amuse Geule 'frische Auster mit Maracuja-Schaum' (eine gewagte, doch harmonierende Komposition). Nun kam der Auftritt des als Star vorgesehenen Chateau Montrose 1989: feinste Bdx-Nase, elegant im Mund mit ewig langem Abgang. Diese Flasche begleitete unsere Vorspeisen: dünn gehobelte und gebratene Steinpilze, denen Frühlingszwiebeln die ergänzende Textur verschafften.



Als zweite Vorspeise wurde uns gegrillte Wachtel auf Salat von rosa Champignons, Nadelbohnen und Himbeervinaigrette gereicht. Die Wachtelkeulen waren auf den Punkt gebraten, die hauchdünnen Champignons waren mit den Böhnchen und den Himbeeren eine wunderbare Ergänzung.

Zum Hauptgang entschieden wir uns für den Hirschkalbrücken in Schokoladen-Pimiento-Sauce mit Selleriepürree und roten Beeten. Ausserdem gönnten wir uns hierzu eine halbe Flasche Chateau Pichon Baron 1990. Diese Kombination war schlichtweg genial! Dem Baron schmeckte man seine 17 Jahre in keinster Weise an, eine geballte Ladung - fast kalifornischer - Cabernet-Power sprang uns förmlich an. Dieser Wein gehört zu den besten, die ich bislang probieren durfte. Mittlerweile waren wir so euphorisch, dass wir spontan noch einen Käsegang einschoben, begleitet von einer Wehlener Sonnenuhr Auslese 1997 von J.J. Prüm. Inzwischen waren wir fast benommen von der Qualität der Weine und des Essens. Leider geriet das Dessert 'Tiramisu von der blauen Feige aus Orange mit Sangriasoße und Tonkabohneneis' zur kleinen Enttäuschung. Die Feige hatte ihre besten Tage schon hinter sich und das Tiramisu schmeckte undefinierbar schwer - schade! Nur das Tonkabohneneis erreichte das Niveau der vorigen Gerichte, insbesondere in Verbindung mit der Gimmeldinger Mandelgarten Auslese 1998 von Müller-Catoir.

Beeindruckt hat uns neben der Qualität der Speisen die Atmosphäre. Man sitzt sehr gemütlich in einem schlauchförmigen Raum mit Holzboden und geniesst den Blick auf den Maschsee. Dabei wirkt die Einrichtung und Dekoration edel, aber nicht überkanditelt. Bemerkenswert ist auch die Kalkulation der Weinpreise. Wo anderorts in der Gastronomie Aufschläge von Faktor 3 oder sogar 4 üblich sind, kann man in der Insel richtige Schnäppchen machen. Insbesondere ältere Bordeaux-Jahrgänge sind häufig günstiger als die derzeitigen Marktpreise. Als Weinliebhaber kann man diesen Ansatz nur zur Nachahmung empfehlen, es animiert schlicht zu größerem Konsum ;-))